Lenormand Kartenlegen – Einführung

Madame Lenormand (Marie Anne Adélaide Lenormand) war im 18. Jahrhundert eine besonders bekannte Wahrsagerin. Sie erlangte Berühmtheit, da Sie unter anderem mittels Kartenlegen auch den Sturz von Kaiser Napoleon vorausgesehen hatte. Zu ihrem erlauchten Kundenkreise zählten unter anderem auch die Kaiserin Josephine und die einstige Gallionsfigur der französischen Revolution, Maximilien Robespierre. Die als Lenormandkarten bekannten Wahrsagekarten sind nach ihr benannt, jedoch wurden sie in der heutigen Form nicht von ihr benutzt.

Das ursprüngliche “Grand jeu de Mlle Lenormand” erschien erst 2 Jahre nach ihrem Tod, darin enthalten war eine weibliche und eine männliche Karte für den Konsultanten. Diese gehen vermutlich auf Tarotkarten von Etteilla zurück, dessen Karten Marie Anne Lenormand damals selbst benutzt hatte. Heute ist das “Petit Lenormand” mit 36 Karten vor allem im deutschsprachigen Raum am meisten verbreitet. Im Unterschied zum Tarot ist das Kartenlegen nach Lenormand ereignisorientierter. Die Karten stellen Entwicklungen in bestimmten Zeitabschnitten dar und beim Kartenlegen werden die Gedanken auf das Wesentliche gelenkt. Mit Lenormand Karten wird auf unterschiedlichste Weise um Rat und Hilfe gefragt. Die gebräuchlichsten Methoden sind das auflegen des gesamten Kartenbildes mit allen 36 Karten und das Legen eines kleinen Bildes mit weniger Karten für einen schnellen Überblick zu einem bestimmten Thema. Auch Antworten auf kleine alltägliche Fragen können so einfacher und auch gezielter beantwortet werden.


 

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