Sie ist ebenso alt wie die Menschheit und ihre Verwendung von Feuer. Das Räuchern selbst, aber auch Räucher-Rituale für religiöse oder magische Zwecke finden sich überall auf der Welt. So ist es nicht verwunderlich, dass Räuchern ein kultur- und grenzüberschreitendes Phänomen ist. Bis heute haben sich die meisten Räucher-Rituale weitgehend erhalten.
Räucherstoffe und deren Gebrauch finden sich in fast allen Kulturen wieder, schon in der Steinzeit wurden Räucherzeremonien und Rituale abgehalten. Die Liste der Räucherstoffe mit ihren dazugehörenden Wirkungen auf Körper, Geist und Seele wurde im Laufe der Geschichte immer umfangreicher.
Die alten Hochkulturen der Perser, Ägypter, Araber, Griechen und Babylonier verwendeten in ihren religiösen Zeremonien große Mengen von Weihrauch und anderen aromatischen Harzen und Hölzern, die sie auf großen Altären unter freiem Himmel verbrannten.
Der Bedarf der alten Ägypter an den wohlduftenden Harzen war so enorm, dass er kaum gedeckt werden konnte.
Selbst für unsere Großeltern gehörte das Räuchern speziell zur Zeit der Raunächte, so zum Alltag, wie für uns heute der Adventkranz zur Adventszeit. Unsere Vorfahren wendeten das Räuchern vor allem zur atmosphärischen Reinigung von Haus und Hof an, um alles Mögliche an „Unglück“ abzuwenden. Verstärkt wurden Räucherungen für die Gesundheit der Tiere, gegen „Hexen & Co“, und vor allem – sehr interessant – als Wetterzauber eingesetzt.


